Pronominalsystem

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von Thorsten Renk

Das Pronominalsystem im Quenya - eine Zusammenfassung

von Thorsten Renk

Übersetzung ins Deutsche: Katharina Golz

Verwendete Abkürzungen:
HdR: Der Herr der Ringe
UT: Unfinished Tales
LR: The Lost Road
WJ: The War of the Jewels
SD: Sauron Defeated
RS: The Return of the Shadow
PM: The Peoples of Middle-Earth
PE: Parma Eldalamberon
VT: Vinyar Tengwar

1. Einteilung der Q(u)enya Pronomen

Das Pronominalsystem ist immer eines der unklareren Gebiete wenn man sich mit Tolkiens Elbensprachen befasst. Nun ist dies im Quenya nicht deswegen so, weil es uns an attestierten Informationen mangelt, sondern eher weil das bekannte Material voller Widersprüche und Rätsel steckt, was Beweis für Tolkiens Angewohnheit ist, seine Sprachen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Offenbar gibt es keine 'richtige' Darstellung des Pronominalsystems im Quenya; was wir tun können ist lediglich, eine Übersicht herauszuarbeiten über die verschiedenen Überlegungen, welche Tolkien über die Zeit hinweg anstellte. Trotz dessen sind einige Charakteristika (und Formen) des Pronominalsystems bemerkenswert beständig, angefangen beim Frühen Qenya bis hin zu den letzten Texten aus den 1970er Jahren.

Den Kern des Pronominalsystems im Q(u)enya bildet eine Reihe 'kennzeichnender' Konsonanten. Jeder dieser Konsonanten bezeichnet eine bestimmte Person (und oft den Numerus). Das n ist zum Beispiel der kennzeichnende Konsonant für die 1. Person Singular, was tatsächlich bedeutet, dass alle pronominalen Formen der 1. Person Sg. diesen Konsonanten in irgendeiner Weise enthalten. All diese Konsonanten sind dennoch Charakteristika des Gemeinen Eldarin, was heißt, dass sie vermutlich nicht in ihrer ursprünglichen Form auftauchen, sondern aufgrund der phonologischen Entwicklung eher Gegenstand von Klangverschiebungen und -überschneidungen sind.

Die Phonologie des Quenya erlaubt es einzelnen Konsonanten nicht, eigenständige Wörter darzustellen, dennoch mögen kennzeichnende Konsonanten noch als pronominale Verbendungen auftauchen, vgl. z.B. -n in utúlien 'ich bin gekommen' (HdR), worin das -n für 'ich' steht.

Kennzeichnende Konsonanten können erweitert werden, indem ein Vokal angehängt wird. Dies führt zu einer Reihe unbetonter Pronomen im Nominativ. Eine solche Form taucht z.B. in ni véla 'ich sehe' (Briefe vom Weihnachtsmann) auf.

Ein Teil der Konsonanten (einige Kombinationen sind in der Quenya Phonologie nicht erlaubt, andere scheinen keinen Sinn zu ergeben) kann noch mehr erweitert werden, indem -ye an den kennzeichnenden Konsonanten gehängt wird. So kommen wir z.B. zu tye von A yonya inye tye-méla 'Und auch ich, mein Sohn, ich liebe Euch' (LR:61), welches vermutlich von *kjê hergeleitet ist, mit späterem wortinitialen Wechsel kj > ty, vgl. KYEL > Q: tyel- 'beenden, zum Ende kommen' (LR:366).

Während die Formen auf -ye auch als lange Verbendungen betrachtet werden, vgl. -lye in hiruvalye 'du wirst finden' (HdR), gibt es auch noch andere lange Endungen für Verben, in denen zwei Konsonanten in Kombination mit einem Vokal stehen. Aus phonologischen Gründen können diese langen Endungen nicht als eigenständige Worte stehen (im Gegensatz zu der Gruppe auf -ye). Als Beispiel dient hier -nte aus tiruvantes '*sie werden es bewahren' (UT:305).

Die langen pronominalen Verbendungen sind offenbar mit den Possessivendungen (welche an Substantive gehängt werden) verwandt - sie unterscheiden sich lediglich durch den Vokal. Während lange pronominale Verbendungen ein e enthalten, werden Possessivendungen mit a gebildet, vgl. esselya 'dein Name' (VT43:12).

Die nächste Erweiterung besteht anscheinend darin, die langen Verbendungen an einen Vokal zu hängen. Dies bringt die Reihe betonter Pronomen im Nominativ hervor. Wir finden z.B. elyë 'du' (HdR) aus -lye.

Die längsten Formen, in denen Pronomen auftreten können (abgesehen von Flexionen im Kasus) sind unabhängige Possessive. Diese scheinen aus einer Wiederholung des kennzeichnenden Konsonanten, so dass der Vokal eingeschlossen wird, und einer zusätzlichen Endung -ya zu bestehen, vgl. ninya 'mein' (LR:72).


2. Drei vollständige Paradigmen

Der einfachste Weg, einen Überblick über sich ändernde sowie beständige Charakteristika des Quenya Pronominalsystems zu bekommen ist, vollständige Musterbeispiele zu betrachten. Wir haben drei zur Verfügung: Die Grammatik des Frühen Qenya (PE14:52-54) erlaubt uns eine gründliche Untersuchung des Pronominalsystems zu dieser frühen Entstehung der Sprache (1920-1925). VT43:29 enthält ein Paradigma pronominaler Formen mit dem Präfix ó-; aus den bekannten unabhängigen pronominalen Formen können wir schließen, dass ein Weglassen des Präfix eine begründete Vermutung über die Reihe unbetonter Pronomen der 1950er Jahre zulässt. Schließlich beinhalten Aufzeichnungen aus der selben Zeit wie das Essay 'Eldarin Hands, Fingers and Numerals' in VT47:37 (um 1967-70) ein Paradigma von Pronomen mit dem Präfix im-, welches seinerseits einen Blick auf das zugrunde liegende System unbetonter Pronomen erlaubt.

Das Pronominalsystem des Frühen Qenya sieht demnach so aus (PE14:52, die Formen sind mit einem Bindestrich am Ende versehen, da Frühes Qenya Pronomen nicht als Endungen verwendet, sondern vor das Verb stellt):

Sg. Pl.
1. ni- me- qe-
2. ke- le-
3. m hu- tu-
3. f hi- si- < *ti-
3. n ha- ta-

Der Unterschied zwischen me- und q- ist, dass me- die angesprochene(n) Person(en) ausschließt, während qe- sie einschließt. Das ó-Paradigma sieht wie folgt aus:

Sg. Pl.
1. (onye) óni óme
2. (olye) óle óle
3. m óse óte
3. f ósa (ós) óta (ót)
3. n ótar ótari
Die letzte Zeile bezieht sich wahrscheinlich auf die Form tar 'dort' (LR:389). Schließlich enthält das im-Paradigma die folgenden Formen:

Sg. Pl.
1. imne, imni imme
inwe
2. intye inde, *imde
2. imle 
3. inse, imse, insa inte, *imte
Unter Berücksichtigung, dass die letzten beiden Paradigmen etymologische Formen und späte Analogien enthalten, sieht das wahrscheinlichste Muster des zugrunde liegenden Pronominalsystems so aus:

Sg. Pl.
1. #ni #me
2. #le #le
3. mf #se #te
3. n #sa #ta
für das ó-Paradigma und

Sg. Pl.
1. #ni #me #we
2. #tye #le
2. #le 
3. mf #se #te
3. n #sa #te
für das im-Paradigma.

Hieraus können wir die folgenden Gruppen kennzeichnender Konsonanten ersehen: n für die 1. Person Singular, m, q, w für die 1. Person Plural, k(c), l und d für die 2. Person, s, h für die 3. Person Singular und t für die 3. Person Plural. Einzelheiten der Einteilung, besonders auffällig in der 2. Person, sind unterschiedlich, aber die allgemeine Struktur ist bemerkenswert beständig.

Über drei interessante Punkte kann man sich auf Grundlage dieser Paradigmen Gedanken machen: 

1) Die Veränderung in der Bedeutung kennzeichnender Konsonanten, 

2) die Bedeutung der beteiligten Vokale und 

3) das Muster ungebeugter unbetonter Formen.


Veränderungen der kennzeichnenden Konsonanten

In der 1. Person gibt es nicht viel überraschendes, n bleibt durch alle Phasen hindurch kennzeichnend für den Singular.

In der 1. Person Plural sehen wir uns mit dem Problem konfrontiert, dass Quenya hier bis zu drei verschiedene Bedeutungsnuancen haben kann: a) exklusiv (wir, aber nicht ihr), b) inklusiv (wir und ihr) und c) dual (wir beide). Der Hauptkonsonant der 1. Person Plural ist -m, welcher die angesprochen(en) Person(en) im Frühen Qenya anscheinend ausschloss, während q sie einschloss.

Wir können einige der Veränderungen untersuchen, indem wir andere Formen betrachten. In RS:324 finden wir das Possessivsuffix -mma als inklusiv, datiert 1938. In 'Quendi and Eldar' (um 1960) ist die Verbendung -mme jedoch exklusiv (WJ:371), während in einer späten Rekonstruktion (vor 1965) -lve inklusiv, -mme dual und -lme exklusiv wurde (VT43:6). Es ist demnach durchaus denkbar, dass #me im ó- und im-Paradigma nicht dieselbe Bedeutung hat. Es leuchtet ein, dass die Endung -lve mit #we aus dem letzten Musterbeispiel gleichgesetzt werden könnte; trifft dies zu, so stellt #we die inklusive Form dar. Im Namárië lesen wir den Dual met, und da dies veröffentlicht wurde, wollte Tolkien vermutlich dabei bleiben; die übrigen Formen müssen demnach inklusiv und exklusiv sein. Anscheinend kam dieser Unterscheidung vor 1960 jedoch nicht allzu viel Aufmerksamkeit zu, da wir im ó-Paradigma lediglich #me finden, welches möglicherweise beide Formen abdeckt.

Die 2. Person war den ausgeprägtesten konzeptionellen Veränderungen unterworfen. Tolkien rang mit zwei verschiedenen Entscheidungsfragen: a) sollte es eine Unterscheidung zwischen Singular und Plural geben und b) sollte eine Unterscheidung zwischen formeller und informeller Form der Anrede getroffen werden.

In PM:42-43 beschreibt Tolkien den Gedanken so: 'All these [Elvish] languages...had, or originally had, no distinction between the singular and plural of the second person pronouns; but they had a marked distinction between the familiar forms and the courteous' ['All diese elbischen Sprachen...machten, oder machten ursprünglich keinen Unterschied zwischen Singular und Plural der Pronomen in der zweiten Person; sie zeigten jedoch Unterschiede zwischen den vertrauten und den höflichen Formen an']. Offenbar fühlte er sich in einer Vielzahl von Gelegenheiten nicht an diese Aussage gebunden. Frühes Qenya hat k für die 2. Person Singular und l für die 2. Person Plural, d.h. eine Unterscheidung zwischen Singular und Plural, nicht jedoch zwischen vertrauter und höflicher Form, doch darauf soll noch eingegangen werden. Dennoch trifft das ó-Paradigma weder eine Unterscheidung zwischen Singular und Plural noch zwischen vertraut und höflich. In 'Quendi and Eldar' (WJ:364) findet sich die Idee, dass k im Frühen Qenya Singular und l Plural markiert: 'it often appears in the forms hekat! sg. and hekal! pl. with reduced pronomial affixes of the 2nd person ['es erscheint oft mit verminderten pronominalen Affixen der 2. Person in den Formen hekat! Sg. und hekal! Pl.] (das -t repräsentiert das, wozu sich ein finales -c im Quenya umformen würde, siehe z.B. filit Pl. filici (LR:381) von PHILIK). Schließlich zeigt das im-Paradigma sowohl eine Unterscheidung zwischen vertrautem k und höflichen l an, als auch einen (allgemeinen) Plural auf d (welches jedoch in einem unabhängigen Pronomen zu l werden würde da die Phonologie des Quenya ein wortinitiales d- nicht zulässt). Auch ein Element de wird in WJ:363 beschrieben, wo Tolkien sich auf de und dessen Variante le als 'pronominale Elemente der 2. Person' bezieht, obwohl hier keine Unterscheidung zwischen Singular und Plural getroffen zu sein scheint.

Es ist in diesen Darstellungen kaum etwas von Beständigkeit, sicher ist lediglich, dass l immer in irgendeiner Weise für eine 2. Person steht.

Die 3. Person ist wiederum vergleichsweise unkompliziert. Abgesehen von einem Wechsel h > s vom Qenya zum Quenya bleibt s der kennzeichnende Konsonant der 3. Person Singular, während t in allen Konzeptionsphasen für die 3. Person Plural steht. Dies muss jedoch eine Eigenart des Quenya darstellen und ist vermutlich kein Charakteristikum der zugrunde liegenden Formen aus dem Gemeinen Eldarin, da wir im Sindarin Pronomen der 3. Person Plural finden können, die auf s basieren, vgl. hain 'sie' (HdR), sowie Pronomen im Singular, die von t abgeleitet sind, vgl. den '*es' (VT44:21, 22) oder dîn 'sein' (SD:128) (es sei angemerkt, dass die Formen im Sindarin hier Lenition unterliegen, die unmutierten Formen würden also auf s, t anlauten). tar 'dort' und dessen Flexion im Kontext scheinen diese Ansicht zu unterstützen - es kann als Überbleibsel aus einer Zeit gedeutet werden, in der Pronomen im Gemeinen Eldarin, die auf t- basieren, auch Singular sein konnten. Doch scheinen auf t basierende Pronomen auch für Quenya nicht ganz unbedeutend zu sein - in VT42:34 finden wir tai 'was', welches als Zusammensetzung eines Demonstrativ- mit einem Relativpronomen gedeutet werden kann: ta + i 'das, welches' - so bleibt t in 3. Personen Sg. des Quenya im demonstrativen Sinn anscheinend relevant, nur in Personalpronomen markiert es den Plural.

Wahl der Vokale

Die Wahl des Vokals zur Bildung des Pronomens ist beachtlich gleichbleibend. Wir finden i in der 1. Person Singular, e in der 1. Person Plural sowie in der 2. Person, und das grammatische Geschlecht entscheidet über die Wahl in der 3. Person. Das Frühe Qenya unterscheidet zwischen den drei Geschlechtern Maskulinum u, Femininum i und Neutrum a, die letzten Paradigmen weisen ein einfacheres Konzept auf, in dem e vermutlich für Maskulinum als auch für Femininum steht und a das Neutrum abdeckt.
Gestalt der gebeugten Formen
Im Frühen Qenya tragen Pronomen im Akkusativ keinen Bindestrich, ansonsten sind sie jedoch identisch mit ihren Entsprechungen im Nominativ (PE14:53). Dennoch taucht im späten Quenya eine Form tye auf, zum ersten Mal in Atarinya tye-meláne. 'Mein Vater, ich liebe Euch' und A yonya inye tye-méla 'Und auch ich, mein Sohn, ich liebe Euch' (LR:61). Anscheinend steht tye in diesen Beispielen für den Akkusativ 'dich/Euch'. Dies überlässt uns drei verschiedene Möglichkeiten und Tolkien könnte mit all diesen Ideen gespielt haben.

tye könnte einfach eine alternative Form von ke aus dem Frühen Qenya sein. Wenn dem so ist, wäre *inye méla ke für 'ich liebe dich' ebenso vertretbar. Das ó-Paradigma scheint diese Idee zu bestärken da es #nye und #lye erwähnt, welche alternative Formen von #ni, #le zu sein scheinen.

tye könnte das ehemalige ke ersetzt haben - dies kann auch aus dem im-Paradigma gefolgert werden, wo wir #tye neben #le ohne alternative Form finden.

Schließlich könnte tye die Form ke im Gebrauch als Objekt (oder möglicherweise als Flexion im Kasus) darstellen. In diesem Fall hätten wir *ni méla tye 'ich liebe dich', aber *ke méla nye 'du liebst mich'.

Wir wissen nicht sicher, ob von anderen kennzeichnenden Vokalen abgeleitete Formen wie *mye oder sye > *rye existieren würden. Soweit wir wissen, ließen sie sich durchaus in die Phonologie des Quenya einfügen, doch es muss angemerkt sein, dass solche Formen nirgends auftauchen.

Das Muster ungebeugter unbetonter Formen

Eine nähere Betrachtung der gebeugten unbetonten Pronomen erlaubt uns nicht, über die Frage zur Unterscheidung zwischen tye und ke zu urteilen. Wir finden olesse 'mit dir' (VT43:26), wo die Fallendungen an #le gehängt wurden, dies jedoch ist nicht weiter überraschend, da le/lye im ó-Paradigma alternative Formen zu sein scheinen. Auf einer Postkarte, die sich im Besitz Carl F. Hostetters befindet, finden wir die Form lyenna (Lambengolmor 758), wo #lye als flektiertes Element fungiert. In orenya quete nin (VT41:13) ist die Dativendung -n an ni gehängt worden, nicht an nye. Die früheren Versionen des Átaremma (I-IV, VT43:9ff) haben men im Dativ 'für uns, zu uns', in den späteren Versionen (V, VI) verschmilzt dies mit dem Imperativ in ámen anta 'gib uns'. Ebenso enthält Átaremma I-IV die Form mello 'von uns' mit dem Pronomen me im Ablativ. Átaremma V und VI enthält tien, anscheinend Dativ der 3. Person Plural 'für sie'. Diese Form ist deshalb interessant, da sie anzuzeigen scheint, dass Fallendungen hier nicht an te (die Grundform im Musterbeispiel) sondern eher an tie- gehängt werden. Schließlich ist in VT44:12 omesse 'auf uns' zu finden, welches sowohl ein Präfix o- als auch die Lokativendung -sse mit dem Pronomen me zeigt.

Alles in allem scheint es so, als würden Flexionsendungen normalerweise direkt an die Grundform der Pronomen gehängt werden, doch Tolkien spielte mit beiden Varianten. Wir können auch den (ungebeugten) Akkusativ betrachten. Tatsächlich haben einige Leute gefolgert, dass Formen wie inte die Akkusativ-Form des Pronomens enthalten würden anstatt den Nominativ, da die zugrunde liegenden Elemente im Quenya nur im Akkusativ zu beobachten sind. Dies ist zwar möglich, doch es gibt eine denkbarere Erklärung: Anders als Qenya, hat die Quenya-Grammatik pronominale Verbendungen; es gibt also keinen wirklichen Bedarf mehr an unbetonten Pronomen im Nominativ. Reicht eine Verbendung nicht aus, taucht ein betontes Pronomen auf, welches ein unbetontes Nominativpronomen im Sprachgebrauch gewissermaßen überflüssig macht.

Neben tye können verschiedene unbetonte Formen im Akkusativ gefunden werden: Wir finden te 'sie' in A laita te, laita te! 'Rühmt sie, rühmt sie!' (HdR), welches mit dem Nominativ aus dem im-Paradigma identisch zu sein scheint und nicht zu *tye wird - möglicherweise um zu verhindern, dass es mit der 2. Person zusammenfällt, doch andere Gründe sind wahrscheinlicher. Das Átaremma I-IV enthält me 'uns', im Átaremma V und VI tauchen wieder die Zusammensetzungen álame tulya 'führe uns nicht' und áme etelehta 'befreie uns' auf. Es sei angemerkt, dass in den früheren Versionen des Átaremma ein -lye als Marker für die 2. Person mit dem Imperativmarker verbunden wird um anzuzeigen, an wen der Satz gerichtet ist; das ist in den späten Versionen anders, was der Hauptgrund dafür ist, dass Átaremma I-IV und V,VI zwei verschiedene Gruppen in dieser Untersuchung bilden. Vergleiche z.B. alye anta men (Átaremma II-IV) mit dem späten ámen anta (Átaremma V,VI), wo die 2. Person inbegriffen wird. Dieser konzeptionelle Wandel kann verwirrend wirken. Namárië hat den interessanten Dual met '[zwischen] uns beiden'.

Soweit wir es anhand der Paradigmen und attestierten Formen beurteilen können, kann also kein guter Grund hervorgebracht werden, dass es notwendig wäre, die langen Formen für die Flexion zu verwenden. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass es erlaubt ist, wenigstens einige als Varianten in allen Fällen zu gebrauchen, demnach könnte sowohl lyenna als auch *lenna erlaubt sein.


3. Pronominale Verbendungen

Das Frühe Qenya hatte ein System, in dem Verben in der Person flektiert wurden, indem ihnen das unbetonte Pronomen vorangestellt wurde (PE14:52,56), wir finden z.B. ha-tule 'es kommt' (PE14:52).

Zur Zeit von Fíriel's Song (um 1940) hat sich dies Bild jedoch geändert - wir treffen auf Formen wie meláne 'ich liebe' (LR:61) mit einer Endung -ne für die 1. Person, oder auf das komplexere antaróta 'er gab es' (LR:72), aus dem wir eine 3. Person *-so > -ro 'er' und -ta 'es' schließen können. Theoretisch ist dies fast schon das System des späten Quenya - Pronomen werden durch Verbendungen ausgedrückt und zwei pronominale Endungen hintereinander zeigen Subjekt-Objekt an. Der einzige Unterschied ist, dass spätes Quenya sowohl kurze als auch lange Pronomenendungen hat; in der Subjekt-Objekt-Konstruktion steht immer eine lange Endung für das Subjekt und eine kurze für das Objekt, vgl. utúvienyes 'ich habe es gefunden' (HdR), welches für die 1. Person Sg. das lange -nye und für die 3. Person Sg. das kurze -s beinhaltet, laituvalmet 'wir werden sie rühmen' (HdR) mit langem -lme der 1. Person Pl. und kurzem -t der 3. Person Pl., tiruvantes 'sie sollen es bewahren' (UT:305) mit langem -nte der 3. Person Pl. und kurzem -s der 3. Person Sg., leltanelyes 'du sandtest ihn' (VT47:21) und camnelyes 'du erhieltest es' (VT47:21), welche ein langes -lye der 2. Person und ein kurzes -s der 3. Person Sg. aufweisen, welches im selben Absatz sowohl maskulin als auch als Neutrum verwendet wird.

Anscheinend schwankte Tolkien stets zwischen personellen Endungen und personellen Präfixen hin und her: In SD:56 finden wir eine Änderung von maruvan 'ich werde bleiben' (mit einer Verbendung) zu nimaruva (mit einem Präfix). Besonders in späteren Texten scheinen Personenendungen jedoch die übliche Wahl zu sein.

Es gibt nicht besonders viele attestierte Formen, doch soweit wir sagen können, gibt es keinen Bedeutungsunterschied in der Verwendung von langen oder kurzen Verbendungen: Wir haben hamil 'du urteilst' (VT42:33) und hiruvalye 'du wirst finden' (Namárië), welche die kurze Endung -l und dessen lange Variante -lye aufweisen. Ebenso scheinen kurze Endungen, welche als Subjekt oder Objekt verwendet werden identisch zu sein, so haben wir eques 'sagte er' (WJ:415), welches das -s der 3. Person Singular enthält, das mit dem oben zitierten Objekt übereinstimmt wenn wir annehmen, dass die kurze Verbendung der 3. Person Sg. geschlechtslos ist. Es scheint gerechtfertigt, diesen Befund zu verallgemeinern: Wir haben nicht nur die Endung -nye für die 1. Person Sg. als Subjekt attestiert, sondern finden auch die kurze Endung -n z.B. in maruvan 'ich werde bleiben' (HdR) und die lange Endung in Kombination mit einem kurzen Objekt in utúvienyes 'ich habe es gefunden' (HdR); es gibt jedoch keinen Grund, anzunehmen, dass Formen wie *maruvanye 'ich werde bleiben' oder *utúvienyen 'ich habe mich gefunden' nicht gültig wären.

Auf Grundlage dieser Vermutung können wir attestierte Subjekt- und Objektformen miteinander kombinieren um eine Liste kurzer Verbendungen zu erstellen. In der 1. Person Sg. haben wir -n, wie z.B. aus maruvan 'ich werde bleiben' (HdR) hervorgeht. Eine Form der 1. Person Plural würde logischerweise auf -m auslauten; eine solche Endung kommt im Quenya jedoch nicht vor (siehe dazu die Auseinandersetzung über erlaubte finale Konsonanten in Letters:425). Die phonetische Verschiebung würde zu -m > *-n führen (vgl. talan Pl. talami (LR:390)), und da dies mit der 1. Person Sg. zusammenfiele, existiert eine solche kurze Form vermutlich nicht, da außerdem die Unterscheidung zwischen exklusiv, inklusiv und dual nicht mehr getroffen werden könnte. Die 2. Person ist in hamil 'du urteilst' (VT42:33) und in den pronominalen Elementen -t, -l aus WJ:364 attestiert - wie oben dargelegt, ist die Zuordnung der zugrunde liegenden Konsonanten zu Person/Numerus veränderlich. In der 3. Person Sg. ist -s für 'es' (caritalyas 'du tust es' (VT42:33)) und 'er' (eques 'sagte er' (WJ:415)) attestiert. Im Plural ist -t bekannt aus dem Átaremma VI emme apsenet 'wir vergeben ihnen' und als Objekt in laituvalmet 'wir werden sie rühmen'. Das -t der 2. Person Sg. fällt mit der 3. Person Pl. zusammen - einige Leute haben bereits argumentiert, dass diese Formen nicht nebeneinander existieren könnten. In Wirklichkeit scheint dies jedoch kaum ein Problem darzustellen, wenn man bedenkt, dass z.B. das deutsche 'sie' (resp. 'Sie') für die 2. Person Sg./Pl., die 3. Person Singular feminin und für die 3. Person Plural stehen kann, was die Sprache trotzdem nicht unbrauchbar macht. Die Fähigkeit des Kontextes, Mehrdeutigkeiten vorzubeugen, wird oft nicht zur Genüge anerkannt.

Die Systematik der langen Verbendungen ist etwas komplexer. Wir können sie in zwei verschiedene Gruppen teilen - die eine ist äußerlich mit den Formen der unbetonten Pronomen identisch, i.e. -nye, -lye und möglicherweise -*rye, *-tye. Die andere Gruppe hat keine Entsprechung bei den unbetonten Pronomen.

Die erste Gruppe der langen Endungen verwendet lediglich einen Vokal e, den kennzeichnenden Konsonanten und ein zusätzliches y. In der zweiten Gruppe wird das y durch ein zusätzliches bezeichnendes Element ersetzt. Die lange Endung der 3. Person Plural -nte zum Beispiel enthält zusätzlich zum Konsonanten t der 3. Person einen Pluralmarker -n (der auch in Fallendungen im Plural auftaucht: -ron, -llon, -ssen, vgl. Plotz Letter). Dies unterscheidet die Endung von einer hypothetischen langen Endung *-tye in der 2. Person Singular.

Ebenso scheinen die langen Endungen der 1. Person Plural in einer Konzeptionsphase eine einfache Auslegung zuzulassen: -lme enthält die Elemente für 'du/ihr' und 'wir' und ist somit inklusives 'wir', -mme wiederholt das 'wir' (wir und nur wir) und ist somit inklusiv, während *-lve (von der Possessivendung abgeleitet) möglicherweise ein duales Element u/w enthält. War dies auch Tolkiens Interpretation, so hat er sie jedoch, wie bereits erwähnt, später geändert.

Die Sache verkompliziert sich, wenn wir eine mögliche Variante in der 2. Person einbeziehen, welche in VT38:6f diskutiert wird. In SD:47 taucht das Verb laitalle 'ihr rühmt' auf, offenbar mit einer langen Pluralendung -lle für 'ihr'. Dasselbe kann man in VT24:5 beobachten, wo in einem Entwurf des Namárië nai hiruvalle Valimar (statt nai hiruvalye Valimar wie im HdR) zu finden ist. Tolkien könnte also die Absicht verfolgt haben, dass Verbendungen der 2. Person Plural eine Wiederholung des kennzeichnenden Konsonanten aufweisen, während Endungen der 2. Person Singular stattdessen y haben, also -lye Sg., -lle Pl. und auch (sehr spekulativ) *-tye Sg. und -cce Pl. Die Frühe Qenya Grammatik (PE14:66) weist tatsächlich kke als eine vom Pronomen ke abgeleitete Form auf, was mit dem oben skizzierten Modell verwandt sein könnte.


4. Unabhängige betonte Pronomen

Die Idee betonter Pronomen geht soweit zurück wie die Grammatik des Frühen Qenya - die Formen, welche in PE14:53 beschrieben werden, sind von den betonten Pronomen im späten Quenya sehr verschieden. In PE14:53 finden wir:
Sg. Pl.
1. nîmo melmo
qelmo
2. kêto lelko
3. m húyo tûto
3. f hie sîse
3. n hea atta

Nach dem, was wir über Verbendungen wissen, scheint sowohl die Bildung als auch die Flexion betonter Pronomen im späten Quenya relativ einfach. Die Pronomen werden gebildet, indem die lange Verbendung an einen Vokal gehängt wird, dieser Vokal ist in der 1. Person Sg. i-, ansonsten e-. Fallendungen scheinen direkt an diese Formen gehängt zu werden.

Wir finden eine Anzahl ungebeugter betonter Pronomen, welche ausgehend vom Qenya aus 'The Lost Road' keine wesentlichen Veränderungen aufzeigen: elye 'du' (Namárië), elle 'ihr' (VT24:5), inye 'ich' (LR:61), emme 'wir' (VT42:8ff, Átaremma I-VI). Es fehlen uns attestierte Formen der 3. Person, wir hätten jedoch wahrscheinlich *erye, *ente.

Beugung im Kasus kann in emmen 'für uns' (VT43:12, Átaremma V,VI) beobachtet werden. Dadurch, dass die Betonung oft auf dem Subjekt liegt, sollte es uns wohl nicht überraschen, diese Reihe von Pronomen hauptsächlich ungebeugt vorzufinden; es scheint jedoch nicht sehr weit hergeholt, sie z.B. zu *inyenna 'zu mir' zu flektieren.


5. Possessivpronomen

Das System von Possessivpronomen, welches im Frühen Qenya (PE14:54) dargestellt ist, unterscheidet bereits zwischen unabhängigen und enklitischen Formen. Tatsächlich scheint das System der Possessivpronomen viel sicherer als das der unabhängigen Pronomen - besonders erscheint die 1. Person Singular beinahe schon in ihrer vollendeten Form. Dennoch sind die Possessivendungen im Frühen Qenya (sowie die Elemente der Verbflexion) eher Präfixe als Endungen:

Sg. Pl.
1. nya- mea-
qea-
2. tya- lea-
3. m hwa- tua-
3. f hya- sia-
3. n ha- ta-

Die Zuordnung der kennzeichnenden Konsonanten stimmt (erwartungsgemäß) mit dem aufgezeigten System der Pronomen im Nominativ überein. Zusätzlich gibt es unabhängige Formen der Pronomen:

Sg. Pl.
1. ninya menya
qenya
2. ketya lelya
3. m húva túva
3. f íva síva
3. n áva táva
Diese Formen werden als vollständig deklinierte Adjektive bezeichnet.

Zur Zeit von 'The Lost Road' hat sich das Bild leicht gewandelt - wie auch im Falle der Verbflexion sind die Possessivformen zu Endungen geworden, wie aus Formen wie Anarinya 'meine Sonne' (LR:72) oder atarinya 'mein Vater' (LR:61) hervorgeht. Die Verwendung von -i- als Bindevokal sei hier angemerkt. Durch die meisten von Tolkiens Schriften hindurch, scheint es eine Eigenart der 1. Person Sg. zu sein, das i dem e als Binde- wie auch 'Füll'-Vokal vorzuziehen (vgl. inye aber emme, ni aber le).

Die unabhängigen Pronomen scheinen ebenso in dieser Konzeptionsphase aufzutauchen: Fíriel's Song hat indo-ninya 'mein Herz' (LR:72). Nach allem, was wir wissen, kommen unabhängige Possessive in späteren Quellen selten vor, sie sind jedoch nicht vollständig verschwunden: Das Átaremma I-IV enthält menya 'unser' als unabhängige Form (was in V und VI nicht mehr vorkommt, da der Text überarbeitet wurde und überhaupt keine Possessive mehr enthält; dies bedeutet demnach nicht, dass das unabhängige Possessivpronomen als solches verworfen wurde). Die enge Übereinstimmung dieser Formen mit denen im Frühen Qenya macht es wahrscheinlich, dass auch *cetya, *lelya in späteren Etappen der Sprache zustande gekommen wären. Die Gestalt der unabhängigen Possessive der 3. Person scheint nicht so einfach zu sein.

Möglicherweise kann das System der Possessive im Sindarin etwas mehr Licht in die Sache bringen, da die Formen wohl eng verwandt sind. Im Sindarin finden wir nîn 'mein' (VT44:21f), lîn 'dein' (VT44:21f), #tîn 'sein' (SD:128), #mîn 'unser' (VT44:21f) und zusätzlich ein reflexives în 'seine eigenen' (SD:128). Dies könnte auf die Quenya Formen ninya 'mein', *lenya 'dein', *tenya 'sein', menya 'unser' und *enya 'sein eigenes' schließen lassen.

Kommen wir nun zu den in späten Quellen attestierten Formen der Possessivendungen. Abgesehen von der Zuordnung der 1. Person Plural zu inklusiver, exklusiver und dualer Bedeutung hat sich der Rest des Systems über die Zeit hinweg kaum verändert. Soweit wir es sehen, können Possessivendungen aus den langen Verbendungen gefolgert werden, indem der Vokal e > a ersetzt wird, es ist kein gegensätzliches Beispiel bekannt.

Das -nya der 1. Person Singular ist in einer 'The Lost Road' folgenden Quelle in Hildinyar 'meine Erben' (HdR) (wieder mit -i- als Bindevokal) attestiert. Viele Formen der 2. Person finden sich im Átaremma oder im Aia Maria. Ein ungebeugtes Beispiel wäre z.B. esselya 'dein Name' aus dem Átaremma I-VI. Eine Possessivendung *-tya ist nicht attestiert. Für die 3. Person Sg. kann -rya aus máryat 'ihre (beiden) Hände' (Namárië) gefolgert werden. Die mannigfachen Variationen der 1. Person Plural erscheinen als -mma aus ataremma 'unser Vater' (VT43), -lma, -lva aus omentielmo/omentielvo (HdR, erste/zweite Auflage und Auseinandersetzung in Letters:447) 'unserer Begegnung', hier im Genitiv. Die 3. Person Plural ist nicht attestiert, sehr wahrscheinlich sollte diese jedoch *-nta lauten. Ebenso wären die entsprechenden Possessivformen der Endungen -lle, *-cce wahrscheinlich *-lla, *-cca.

Normalerweise werden Fallendungen an die Possessivendung gehängt. Im Falle der kurzen Endungen wie dem Genitiv-o, welches den finalen Vokal ersetzt, oder dem Dativ-n scheint es auch keine andere Möglichkeit zu geben, aber im Falle des längeren Allativ -nna, Ablativ -llo und Lokativ -sse könnten die Fallendungen im Prinzip auch vor den Possessiven stehen. Im Singular können wir dies nirgends beobachten - wir haben z.B. tielyanna 'auf deinem Weg' (UT:22) oder ortírielyanna 'zu deinem Schutz' (VT44:5). Im Plural haben wir jedoch zwei attestierte Beispiele, in denen die Fallendung der Possessivendung vorausgeht, welcher wiederum ein Pluralmarker angehängt wurde. Diese Beispiele sind rocindillomman 'die, die gegen uns sündigen' (VT43:11) und sangiessemman 'in unseren Nöten' (VT44:5). Es sei angemerkt, dass ortírielyanna und sangiessemman tatsächlich in ein und demselben Text auftauchen, demnach lässt sich eine konzeptionelle Änderung ausschließen. Es kann sein, dass dies im Plural tatsächlich die vorgezogene Reihenfolge dieser drei Endungen ist, oder dass die Reihenfolge fakultativ ist - es ist aber kaum wahrscheinlich, dass diese umgekehrte Reihenfolge im Plural allgemeingültig ist; Beispiele wie der Dativ Plural ?ciryainenya(r), welche zusätzliche Bindevokale verlangten, sind wohl kaum zu erwarten.


6. Schlussbemerkungen

Wer diese Abhandlung in der Hoffnung eine vollständige Rekonstruktion des Pronominalsystems des Quenya vorzufinden gelesen hat, wird vermutlich enttäuscht sein. Wie die drei verschiedenen Paradigmen von Tolkien selbst recht klar gezeigt haben sollten, ist so etwas nicht möglich ohne einen Zeitrahmen zu spezifizieren. Stattdessen hoffe ich, dargestellt zu haben, wie Tolkiens Ideen zum Q(u)enya Pronominalsystem sich mit der Zeit änderten - mit permanenten Neuinterpretationen bereits veröffentlichtem Materials und dem Entwurf neuer Formen. Ich vertraue darauf, dass der sorgsame Leser in der Lage ist, das Konstruktionsprinzip der Formen aus den obigen Abhandlungen herauszulesen. Damit gerüstet ist es relativ einfach, pronominale Formen nach der dargelegten Zuordnung der kennzeichnenden Konsonanten zu entwerfen.


7. Danksagungen

Beobachtungen von Carl F. Hostetter, Helge Fauskanger, Helmut W. Pesch, Roman Rausch und anderen haben mich auf einige interessante Belege aufmerksam gemacht. Ich bin der Redaktion von Parma Eldalamberon und Vinyar Tengwar dankbar - ohne ihre Arbeit wäre eine solche Untersuchung nicht möglich.


Thorsten Renk
thorsten@sindarin.de